Das Buch im Wandel

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Einigen ist es vielleicht bekannt, dass ich im April ein Praktikum in unserer örtlichen Thalia-Filiale absolviert habe. Ausgehend dessen möchte ich einen kleinen Teil meines Praktikumsberichtes mit euch teilen.

(*Bemerkung: Die Informationen beruhen u. a. auch unter Vermutungen, aber auch Quellen, die ihr gerne nach Nachfrage erhalten könnt)








In Zeiten der Digitalisierung ist es nur selbstverständlich, dass dies auch im Buchhandel spürbar ist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Bücher und Literatur online zu bestellen und innerhalb weniger Sekunden und Klicks ist die gewünschte Ware bestellt und im besten Fall am nächsten Tag nachhause geliefert.
Gerade bei Büchern werben viele Online-Handlungen zudem mit kostenlosem Versand und dem Zugriff auf Bewertungen zu den Artikeln. So entstehen dem Kunden viele Vorteile.
Ein weiterer Zweig des Online-Handels ist der mit gebrauchten Büchern machbare Gewinn.
So können Kunden Literatur zu geringen Preisen aus dem Netz erwerben und den gewünschten Artikelzustand auswählen, der für den Käufer akzeptabel ist. Hierbei kann man bei Portalen wie beispielsweise Amazon oder rebuy.de nicht nur günstiger einkaufen, sondern kann auch eigene gebrauchte Bücher ins Netz stellen und verkaufen.
Eine Revolution im Buchhandel haben die digitalen E-book Reader mit sich gebracht.
Der Kunde kann die digitale Version des gedruckten Buchs auf sein Endgerät herunterladen.
Dabei muss nicht jeder Leser einen speziellen Reader besitzen. Inzwischen existieren zahlreiche Applikationen für das Smartphone und Tablet, sowie Programme für den Computer, um die Dateien lesen zu können. Die E-books lassen sich jedoch nur über den Online-Handel beziehen.
Für den Kunden entstehen so keine Laufwege mehr, zudem spart er Lagerplatz, welches das gedruckte Buch im Normalfall einnimmt. Meist sind die digitalen Formate außerdem günstiger, als die gedruckten Exemplare.
Im Fall der Thalia-Holding wurde rechtzeitig bemerkt, dass der Trend zum Kauf über das Internet steigt. Deshalb wird zusätzliche zu den einzelnen Verkaufsstellen auch ein großes Sortiment an Büchern und Zubehör über den Online-Handel angeboten. Außerdem stellte die Holding im Herbst des Jahres 2010 ihr eigenes E-Book-Lesegerät vor und trat damit als Konkurrenz gegen den Kindle vom Großkonzern Amazon an. Seit 2013 ist zudem das ähnlich ausgestattete Gerät Tolino Shine von Thalia vertreten.

Recherchen ergaben, dass der traditionelle Leser weiterhin nicht auf das gedruckte Format des Buches verzichten möchte. 
Die Verkaufszahlen des Online-Handels wuchsen stetig an. Die Vorteile des neuen Marktes wurden von dem Kunden enorm gut angenommen. In diesem Fall fehlt dem Kunden jedoch das Einkaufserlebnis an sich. Aus diesem Grund steigen die Zahlen des Online-Handels zwar weiterhin an, jedoch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren.
Der traditionelle Buchhandel kann anhand der Verkaufszahlen zwar nicht mit denen des Online-Verkaufs mithalten, es zeichnet sich jedoch ab, dass dem Kunden zufolge das Einkaufen in traditionellen Buchhandlungen noch nicht ausgedient hat.

Vor allem hat sich das Durchschnittsalter des gängigen Lesers stark verändert. Der Anteil an Jugendlichen Lesern ist derzeit sehr gering, während eher ältere Personen gerne zum Buch greifen. Oft ist es der Fall, dass die Interessen der Erziehungsberechtigten übernommen werden. So kann es zu Kulturunterschieden kommen, in denen das Leseverhalten stark variiert und auf folgende Nachkommenschaft übertragen wird.
Durch den Fortschritt und Wandel der Technik, welche zusätzlich enorm an Sympathie gewonnen hat, schritt der Literaturbedarf immer weiter in den schulischen Bereich, während der Bedarf  in der privaten Umgebung schrumpfte. Dieser Wandel wurde von Betroffenen vor allem durch Desinteresse und Zeitmangel begründet. Das Lesen wird im jetzigen Zeitalter als öde, langweilig und als nicht angemessen betrachtet.
Durch das stetige schrumpfen der Leserschaft verlieren beide Seiten, sowohl örtlicher Handel, als auch Online-Handel, Kunden. Die Folgen könnten weitere Umsatzsenkungen für die Zukunft und das Aussterben des geschriebenen Wortes sein.



[Und hiermit danke ich Christina, die mir sehr unter die Arme gegriffen hat.]


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